Historisches
 
 

"Die große Kugel wird festgelegt, ihre weiße Innenfläche soll als Projektionsfläche dienen für eine Vielfalt von kleinen Projektions-apparaten, die im Mittelpunkt der Kugel angeordnet werden. Die gegenseitige Stellung und Bewegung der kleinen Bildwerfer soll durch passende Getriebe so gelenkt werden, daß die von den Projektionsapparaten auf der festen Halbkugelfläche erzeugten Bilder der Himmelskörper uns die mit bloßem Auge sichtbaren Gestirne in Lage und Bewegung so darstellen, wie wir sie draußen in der Natur zu sehen gewohnt sind." Diese Worte widerspiegeln in knapper, verdichteter Form das Prinzip des Bauersfeldschen Projektionsplanetariums. Im Begriff "Planetarium" hat sich der ursprüngliche Bedeutungsinhalt erhalten; er steht für das ver-gleichsweise bescheidene anfängliche Anliegen, die Darstellung der Planetenbewegung am irdischen Sternhimmel.


Am 21. Oktober 1923 war es soweit: In München fand eine zu-nächst nichtöffentliche Erstvorführung für die Fachleute statt. Bereits im Mai 1925 wurde dann ebenfalls in München der erste Planetariumsprojektor für öffentliche Vorführungen in Betrieb ge-nommen. Wiederum ein Jahr später, am 18. Juli 1926, öffnete das Zeiss-Planetarium Jena seine Pforten. Das heute betriebsälteste Planetarium, mit dessen architektonischer Konzeption man Hans Schlag (1890 - 1970) und Johannes Schreiter (1872 - 1957) betraut hatte, wurde durch die renommierte Baufirma Dyckerhoff & Widmann errichtet. Die Kuppel besteht aus einer interessanten, patentierten Stahlbetonkonstruktion aus annähernd 8000 Eisen-stäben verschiedener Länge, deren Geflecht mit einer sechs Zentimeter starken Betonschicht bedeckt wurde. Sie mißt 23 Meter im Durchmesser und 14,5 Meter in der Höhe, trägt express-ionistische Stilelemente und steht heute unter Denkmalschutz.

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